Der Wiegenwecker, Martha im Verkehrsbetrieb und ein Komet.

Anke hat ein Wort erfunden, dessen Charme ich mich so ganz und gar nicht entziehen konnte. Es ist die Beschreibung eines Geräts, das es gar nicht gibt, also nicht so zu kaufen oder beim Online-Auktionshaus oder so. Es ist auch weniger ein Gerät, als ein Feature unserer Tochter, welches aber über eine einzigartig zuverlässige Funktionalität verfügt!
Das Wort heißt „Wiegenwecker“.
Dieser hat genau eine mögliche Einstellung und die geht so:
Exakt zwölf Stunden nachdem Martha zum Schlafen gebettet wurde schlägt sie an und zwar unabhängig von Dauer und Anzahl der stillungsinduzierten Schlafunterbrechungen. Das Signal steigert sich langsam aber kontinuierlich von unruhigen Bewegungen über leichtes Brabbeln bis hin zu sirenenartigen Tönen, die den Elternschlaf dann zuverlässig endgültig beenden. Wollen wir also um sieben Uhr aufstehen, muss Martha am Abend vorher etwas vor 19 Uhr ins Bett, damit die dann Schlag sieben auch pennt … So funktioniert der Wiegenwecker.

Marthor

Leider verfüge ich an meinem Bürorechner nicht über die nötigen Administratorenrechte, um die Einstellungen dahingehend zu verändern, dass ich die tägliche Martha, welche die Kindsmutter mir dankenswerterweise an den neuen Arbeitsplatz sendet, als Desktopbild einrichten könnte. Es dürfen Pflanzen aufgestellt werden und auch sonst wird allerhand persönlicher Schnickschnack in den Büros akzeptiert, aber die Standard-Bildschirmoberfläche ist tabu. Sie hat blau zu sein und das gelbe Verkehrsbetriebslogo prangt unverrückbar in der rechten oberen Ecke. So liegen die Bilder von „The Marth“ im persönlichen Ordner, bis nächsten Mittwoch die Magnetwand montiert wird, auf dass es in meinem Rücken nicht mehr gar so kahl aussieht. Dort werd‘ ich die digital eingeflogenen Portraits dann analog aufhängen und bei jedem neuen (also fast täglich) wird getauscht. Das ergibt am Ende ein schickes Album für die Tochter und nebenbei einen feinen tagesaktuellen Entwicklungsüberblick für den gegenübersitzenden Kollegen.

TheMarth_01

The Marth_01 am 12.02.2013, dem Tag, an dem übrigens Steffi und Mac Geburtstag hatten. Glückwunsch auf diesem Weg, da ich das Singen über’s Telefon gestern wieder grandios verpennt hab … Jedenfalls hilft das bunt, quer über den Kinderknast gespannte Tuch, an dem die Kumpelz hängen, Martha beim „umdrehen üben“ und eine gute Halterung für die stoffbezogene Frühkinder-Sensitivliteratur ist es nebenbei auch!

TheMarth_02

The Marth_02 am 13.02.2013 weist einen nicht weg zu dikutierenden Speichelfaden im rechten Mundwinkel auf, den sie aber durch den keck, neugierig, charmanten Blick locker kompensiert. Und was meint der Komet dazu?

Kein U Bahnhof

Ich hätte noch das Wort „halt“ zwischen „ist“ und „kein“ ergänzt, aber das hätte vermutlich das Layout gesprengt, weil der Komet ist ja so ein sehr schmaler.

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